JP0381 Fujiwara Ken chawan

Fujiwara Ken

 

 

Teeschale chawan

Bizen-Keramik
H. 8 cm, D. 12,3 cm

Künstler:
Fujiwara Ken (1924-1979)

ohne Holzdose (tomobako)

„Wenn Du sehen willst, wie man einen Ofen brennt, dann gehe zu Ken.“ So sprach Kaneshige Tôyô gerne über seinen Schüler Fujiwara Ken, dem Neffen seines Freundes Fujiwara Kei.
Ein anderer Lehrer Kens, der große Altmeister Kitaôji Rosanjin (1883-1959), der zu kritisieren nicht abgeneigt war, hatte immer nur höchstes Lob für seinen Schüler und dessen Werk.
Vermutlich wäre Ken ein weiterer „Lebender Nationalschatz“ geworden, hätte ihn nicht im Alter von 53 Jahren ein viel zu früher Tod ereilt. Die Zeichen hierfür standen gut, denn 1973 erhielt er die Auszeichnung als „Träger des wichtigen immateriellen Kulturguts Bizen-Keramik“ der Präfektur Okayama. Aber Fujiwara Ken blieb gerne bodenständig.
„Ich stelle nicht her, ich bringe zur Welt.“ Dieses von seiner Tochter Kikuyo überlieferte Zitat des Vaters drückt aus, wie Ken, in Demut vor dem Ofen, in Demut vor dem Ofen, auf die Einheit von Töpfer, Ton und Feuer vertraute.
Demut lässt sich auch in seinen Werken erspüren, deren archaische, schlichte Formen zwar unprätentiös erscheinen, deren hervorragende natürliche Brandverfärbungen (yôhen), aber auch künstlich herbeigeführte Effekte wie Strohbrand (hidasuki), von einer meisterlichen Beherrschung des Ofens zeugen.

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