Dohr Günter

Günter Dohr (1936-2015)

Es war nicht nur die blosse Darstellung von Licht, die Günter Dohr faszinierte, vielmehr war es das spannungsvolle und sich stets neu definierende Verhältnis von Licht und Farbe welches im Zentrum seines Werkes stand.
Über die kinetischen Lichtobjekte der 60er und 70er Jahre fand Dohr 1979 zurück zur Malerei. Neben Leuchtkästen, farbigen Lichtobjekten und Lichtinstallationen der 80er und 90er Jahre entstanden Gemälde und Aquarelle, meist in Werkkomplexen, in denen der Künstler nahezu forschend Licht mit dem Mittel von Farbe sichtbar machte. Diese Arbeiten sind Ausdruck eines reflektierenden, bisweilen sogar zögerlichen Schaffens. Nie entstanden Sie in einem Zug, immer zeigen sie eine konzentrierte, fast meditative Haltung.



 
Vita

1936 geboren in Münster
1957-62 Studium Universität Münster und
Staatliche Hochschule für bildende Künste Kassel (Klasse Arnold Bode)
1965-69 Kinetische und Licht-Objekte, Mitglied der Gruppe B1
1970-75 Lichtobjekte mit elektronisch gesteuerter Farbveränderung
seit 1970 Arbeiten im Zusammenhang mit Architektur und im öffentlichen urbanen Raum
1976-78 Lichtobjekte mit weißen Leuchtstoffröhren
seit 1979 Malerei
seit 1980 Professur an der FH Niederrhein für Objekt-Design
seit 1992 neue Arbeiten mit Kunstlicht
2015 gestorben in Krefeld

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen

u.a.
– Museum Bochum
– Feste Coburg (grafische Sammlung), Coburg
– Museum am Ostwall, Dortmund
– Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg
– Sammlung Junge Kunst, König Brauerei , Duisburg
– Städtisches Museum Gelsenkirchen
– Karl Ernst Osthaus Museum, Hagen
– Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
– Städtische Galerie Lüdenscheid
– Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl

Arbeiten im öffentlichen Raum / Kunst am Bau

u.a.
– Lichtdecke in der Pädagogischen Hochschule II, Münster, 1973
– Treppenhaus der Hauptverwaltung, Ferrostaal AG, Essen, 1977
– Lichtdecke in der Hauptschule Hitzestraße, Duisburg Wannheimerort, 1980
– Licht-Raum-Objekt im Sprengel-Museum, Hannover, 1982
– Lichtgarten zwischen Kurhotel und Theater, Bad Nauheim, 1983
– Foyer des Bundesarchivs, Koblenz, 1984
– Martinitunnel in Bremen, 1984-86
– Deutsche Schule in Rom, 1986
– Lichtbild an der Tuchweberei Krebs, Willich-Anrath, 1986
– Fußgängertunnel als Lichtraum im Bahnhof, Krefeld, 1987-92
– Licht Bild im Foyer der Stadtwerke Reutlingen, 1990-91
– Lichtobjekt an der Lüftung der Paracelsusklinik in Marl, 1991
– Wandgestaltung der Unterführung Bahnhofstraße, Herne 1998
– großes Lichtobjekt Fußgängerzone Bahnhofstraße, Herne, 2000
– ConsolGelb, Installation am ehemaligen Förderturm der Zeche Consolidation,
Gelsenkirchen, 2000
– Projekt „5 Fenster im Licht“, Nationalbank Essen, 2004
– Unterführung Hafenstraße, Hamm, 2006
– Lichtkunst im Medienzentrum der Uni Siegen, 2007
– Lichtobjekt im Altarraum St. Marien, Radevormwald, 2008